AURORA
Morgenröte im Aufgang
Morgenröte im Aufgang

AURORA

Zur frühen Stunde

Zur Kurzweil meiner unbekannten Freunde widme ich die folgenden Aphorismen und kurzen Betrachtungen.
Sind sie nicht wahr, so sind sie doch von mir selbst erfunden.

Fraktal

Evolution III

Evolution I ist die Einsicht, dass Evolution eine Tatsache ist und Materie, Leben und Mensch gleichermaßen evolvieren. Evolution II ist die nachvollziehbare Erkenntnis, dass Materie und Energie identisch sind; Einstein lieferte hier seine wohl berühmteste “Formel”. In Evolution III erfüllt sich die Einheit von Materie, Leben und Zukunft in reiner Daseinsfreude und damit in der Aufhebung von Metaphysik und Jenseits im Hier und ohne Später.

Machtinsignien

Barbarei

„Die Freiheit hat versagt“, ruft der fortschrittliche Gedanke, „deshalb paaren wir die Freiheit mit Gleichheit.“ Da sich aber die Chemie der Freiheit nicht mit der Gleichheit verträgt und die Freiheit den Konzernen und Regierungsparteien nichts nutzt, opfert der heutige Barbar im Einklang mit dem Regierungsparteien die Freiheit und ruft in allen Gassen nach Gleichheit.

Rose

Nirvana

Formen ändern sich ständig, manchmal schnell und dynamisch wie tosende Wellen, mal sanft und zitternd wie das leise Kräuseln der See im Morgenwind. Werden die Gedanken leiser, die Emotionen still, der Körper ruhig, nähert man sich der Windstille des Nirvanas, die Sorgen verfliegen, die Meinungen, Vorstellungen, Gedanken versinken im Nichts. In dieser Quelle sehe ich eine der unerkannten Größen des Buddhismus und der indischen Spriritualität überhaupt.

Der springende Punkt

Die Ära der umfassenden Vereinigung von Menschengruppen in Gleichheit durch Zwang und Gesetz sollte vorbei sein. Die Ansprüche und Anmaßungen der verschiedenen Religionen und Parteien, des Marxismus und anderer Ideologien haben nicht ein einziges großes Problem gelöst, im Gegenteil. Sie brachten und bringen oft mehr Elend in die Welt als sie durch ihre Heilsversprechungen zu lösen vorgeben.

Was nottut ist eine bewusstere und achtsamere Annäherung an eine neue, wahrere Wirklichkeit. Traditionen können hilfreich sein, aber sie führen auch zu neuem Elend, Unterdrückung und Versklavung. Prister und Politiker verstehen ihr Handwerk der Täuschung. Man kümmere sich besser selbst um die eigene Mündigkeit. Der erste Schritt dazu ist der Glaube an die eigene innere Stärke und die Zurückweisung von Fremdbestimmung angemaßter Autoritäten.

Wissenschaft und Technik sind große Hilfen, wenn es um die äußeren Belange des Lebens geht und um ein vertieftes Verständnis der Natur und von Lebensfunktionen.Sie bringen oft große Erleichterungen in ein beschwerliches Dasein.

Aber sie verkomplizieren auch oft unnötig das alltägliche Leben, schaffen neue Abhängigkeiten und sind völlig blind, wenn es um die Fragen reiner Daseinsfreude geht, ja nicht wenige Wissenschaftler möchten wie die Protestanten die Wahrheit am Kreuz hängen sehen.

Dann gibt es noch die allumfassendere Sicht eines Kant oder Hegel. An ihre panoptische Sichtweise glauben aber heute selbst nur noch wenige Philosophen. Sie wird wie die kaleidoskopische Brille von Kunst und Wissenschaft der Wirklichkeit eines zukunftsgerichteten Lebens nicht wirklich gerecht.

Was nottut ist eine andere Haltung, die unmittelbar mit dem Leben verbunden ist, die die Inspirationsquelle für Wissen, Wahrheit und Kunst in der Tiefe der eigenen Seele erschließt und lernt mit sekundären Hilfsmittel souverän umzugehen. So lautet denn mein Motto: eine Lebensführung in äußerster Einfachheit, deren Substanz reine Daseinsfreude zum Ziel hat. 16.4.2021.

APHORISMEN

Kurze Betrachtungen einer langen Reise.

Autorität

Madam MorsDer Glaube an eine Autorität liegt immer im Auge des Betrachters. Eine Autorität an sich gibt es nicht. Sie wird uns mit der Muttermilch eingeflöst, setzt sich im Kindergarten, in Schule und Hochschule fort. Sie herrscht in staatlichen und kirchlichen Institutionen mit dem Holzhammer und ist der Grund für die oft lebenslange Unmündigkeit der meisten Menschen.

Gewaltmonopol

Madam MorsDas Gewaltmonopol des Staates und seine unseligen Folgen werden kaum bewußt gemacht. Es hat mit der Assistenz des Christentums „ganze Länder aufgefressen“, nach Goethes Faust. Es hat große Völker hingeschlachtet: Mayas, Inkas und andere. Und immer mit Gott und Moral. Und immer mit Propaganda, Gesetz und Verdrehung.

Individualist

WaldgespenstIndividualismus ist die eingefleischte Eifersucht eines Einzelnen gegen alle; ein jeder will für sich allein herrschen

Kollektivist

GesellenDer Kollektivismus ist die gewaltätige Rache bei der Abweichung eines Einzelnen durch eine Herde. Wo auch immer er herrscht, gibt es Tyrannei und Folter.

Rasputin

RasputinDie Sexbessenheit eines Rasputin ist beinah sprichwörtlich. Sie war verbunden mit einer bäuerlich-magischen Macht. Bei den Würdenträger in Kirche und Staat findet man heute perverse Sexpraktiken ganz anderer Art, sie bezieht Kinder mit ein und wird selten aufgedeckt. Erinnert sei an Dutroux - mal in Google eingeben.

Mesmerismus

MagnetiseurFür Wissenschaft und Religion ist der Mesmerismus ein noch größerer Stein des Anstoßes als die Homöopathie, die doch einigermaßen geduldet ist. Aber im Grunde gilt dies für alle alternativen Denk- und Lebensweisen, wenn sie an das Fundament der Überzeugungen rühren. Wer soll denn über die Deutungshoheit etwa von friedlicher Mystik und dunklem Mystizismus verfügen, wenn nicht die Einsichten des Einzelnen.

Laster und Tugenden

SterbezimmerLaster und Tugenden sind allen Menschen eigen, sie unterscheiden sich nur in Art und Dosierung. Sie sind die eigendliche Maskerade. Warum sich davon abstoßen lassen? Hinter jeder grotesken Erscheinung lachte einst ein Kind und die Abscheulichkeiten werden spätestens mit dem Tod verstummen.

Hexentum

WalburgisnachtWer Hexen verstehen will, lese Walburgisnacht von G. Meyrink. Vielleicht versteht er dann auch, warum Luther nicht nur ein Judenhasser, sondern auch ein Hexenfresser gewesen ist.

Genderismus

EntsprungeneGenderismus ist der Wahn, dass es mehr als zwei Geschlechter gebe. Er wird von Soziologen beherrscht und meint er könne die Biologie bekämpfen. Er wird bereits durch Erziehungskonzepte verbreitet und droht erfolreich Kinder ideologisch zu vergiften.

Demokratie

KampfhähneDemokratie ist verkommen zu einer Herrschaft von Parlamentariern, die ganz unter der Fuchtel von Lobbyisten der größten Konzerne stehen. Der Wähler darf bei dem Schauspiel seine Stimme abgegeben, die in eine Urne kommt und dann mitsamt dem Wähler beerdigt wird.

ALFRED KUBIN

Grafiken mit einer Kurzbiographie

Hexe

Hexe

Walburgisnacht

Walburgisnacht

Entsprungene

Entsprungene

Madam Mors

Madam Mors

Frau Welt

Frau Welt

Rasputin

Rasputin

Magnetiseur

Magnetiseur

Kampfhähne

Kampfhähne

Ziegen

Ziegen

Räudige Katze

Räudige Katze

Waldgespenst

Waldgespenst

Sterbezimmer

Sterbezimmer

Schlangenbiss

Schlangenbiss

Perle

Perle

Mord

Mord

Hungrige und Satte

Hungrige und Satte

Gesellen

Gesellen

Generationen

Generationen

Frauenraub

Frauenraub

Ausreißerin

Ausreißerin

Kurzbiographie von A. Kubin

Kubin PortraitAlfred Kubin wurde am 10. April 1877 in Leitmeritz an der Elbe in Nordböhmen geboren. Mit drei Jahre zog die Familie nach Salzburg, wo Kubin seine Kindheit und frühe Jugend verbrachte.

Im Alter von 14 Jahren verließ er vorzeitig das Gymnasium und begann eine kunstgewerbliche Ausbildung an der Staatsgewerbeschule Salzburg, die er abbrach. Auch die vierjährige Photographenlehre bei seinem Onkel in Klagenfurt endete mit seiner Entlassung ohne Abschluss.

Im Alter von 20 Jahren erlitt er einen Nervenzusammenbruch in der Ausbildung beim Militär und kam in eine Heilanstalt.

In den Jahren 1900 bis 1904 entstanden die Blätter des berühmt gewordenen Frühwerkes, eindrückliche Symbolfiguren, Visionen sexueller Angst- und Zwangsvorstellungen, Bilder von Folter, Übermacht und Ausgeliefertsein. Sie erregten Aufsehen und Empörung und machten ihn in Münchner Künstlerkreisen rasch bekannt.

Im Alter von 27 Jahren heiratete Kubin und es kam in dieser Zeit zum allmählichen Versiegen der peinigenden Visionen, was Kubin rückblickend mit einem geregelten Leben in geschlechtlicher Hinsicht in Verbindung brachte.

1906 zogen Alfred und Hedwig Kubin nach Zwickledt in Oberösterreich, einem einsamen Landsitz. Kubin schrieb innerhalb von wenigen Wochen seinen Roman „Die andere Seite“ und versah ihn mit Illustrationen, deren Zeichenstil bis zum Ende seines Lebens charakteristisch blieb.

Kubin befasste sich nun verstärkt mit Buch-Illustration der phantastischen Weltliteratur, mit Illustrationen zu Edgar Allen Poe, Dostojewski, Hauff und anderen Schriftstellern. Es begann die lebenslange Freundschaft mit Hans Carossa, der im benachbarten Passau lebte.

Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges erlahmte seine Schaffenskraft. Kubin wurde mehrfach für das Militär gemustert, jedoch jedes mal zurückgestellt. 1916 kam es durch den Kriegstod von Franz Marc zu einem Wendepunkt in seinem Leben.

1922 fuhr Kubin mit einem befreundeten Arzt nach Heidelberg, wo sie in der Psychiatrischen Klinik die „Prinzhorn-Sammlung“ zur Kunst von Geisteskranken ansahen. Unter diesem Eindruck schrieb Kubin den Essay „Die Kunst der Irren“. Im selben Jahr besuchte er das Malerehepaar Koeppel erstmals im Bayerischen Wald in der Nähe des Lusen. Der Bayerische und Böhmer Wald wurden für Kubin zu einem tiefgreifenden Erlebnis und er kehrte bis ins hohe Alter immer wieder zu Ferienaufenthalten in diese Gegend zurück.

1928 setzte der intensive Briefwechsel mit Hermann Hesse ein.

1929 schrieb Ernst Jünger in der Zeitschrift „Der Widerstand“ eine Rezension zu Kubins Roman „Die andere Seite“ und trat brieflich mit Kubin in Kontakt; der Briefwechsel hielt über 20 Jahre an. Jünger besuchte Kubin auch in Zwickledt.

Im Laufe des Jahres 1933 veröffentlichte Kubin mehrere Aufsätze, zu denen „Malerei des Übersinnlichen“ und „Dämmerungswelten“ zählten. Die politischen Veränderungen durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten registrierte er abwartend und distanziert.

1937 wurden Kubin zu seinem 60. Geburtstages zahlreiche Ehrungen zuteil. Eine große Sonderschau des Künstlerbundes „März“ wurde eröffnet. In der Albertina Wien fand eine große Jubiläumsausstellung statt. Auch die Prager Secession zeigte im Herbst eine Kubin-Sonderausstellung.

1947 eröffnete die Neue Galerie Linz zu seinem 70. Geburtstag das Kubin-Kabinett. Die Albertina Wien veranstaltete erneut eine Jubiläumsausstellung.

Im August 1948 starb seine Frau Hedwig nach langer Krankheit.

1949 erschien das Buch von Wolfgang Schneditz mit dem Titel „Alfred Kubin und seine magische Welt.“

1951 wurde Kubin in einem Festakt in der Wiener Akademie der Österreichische Saatspreis für Literatur, Musik und Bildende Kunst verliehen.

Am 20. August 1959 starb Alfred Kubin.

ÜBER MICH

SelbstbildnisIch wurde 1953 in Sulzburg, Südbaden geboren, wo ich auch Kindheit, Jugend und zwei Berufsjahre als Feinmechaniker verbrachte.

Von 1978 bis 1985 studierte ich Chemie an den Universitäten Konstanz und Freiburg. Nach dem Abschluss als Diplom-Chemiker erhielt ich eine Anstellung im Landesamt für Wasserhaushalt und Küsten in Kiel. Zu meinen Aufgaben gehörte die Führung des Zentrallabors zur Bestimmung organischer Schadstoffe und Schwermetalle im Küstenbereich von Nord- und Ostsee sowie der Fließgewässer in Schleswig-Holstein. Neben den Führungsaufgaben im Labor erstellte ich Gutachten und wissenschaftliche Berichte zum Zustand dieser Gewässer.

In Kiel reifte der Entschluss, mich ganz der Naturheilkunde zu widmen und eine selbstständige Existenz aufzubauen.

Ich wechselte daher nach Mannheim, wo ich im Jahre 1990 das Studium der Naturheilkunde an der Fachschule für Naturheilkunde aufnahm.

Parallel zu den naturheilkundlichen Studien nahm ich 1992 zusätzlich eine Assistenzstelle beim Heilpraktiker Salzwedel in Weinheim an. Im Jahre 1994 schloss ich die Schule für Naturheilkunde mit der Zulassung zum Heilpraktiker ab. Es erfolgte anschließend die Gründung einer eigenen Naturheilpraxis in Mannheim mit den Schwerpunkten Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur und Neuraltherapie.

Im Jahre 2001 begann ich mit der Entwicklung einer homöopathischen Software im Kreis meines damaligen Lehrers Girthen, die ich bis 2018 weiterführte und vertrieb.

Seit 2017 lebe ich nun in Rente in meiner Heimat Südbaden und kann meinen Lieblingsbeschäftigungen intensiver nachgehen.

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Leo Willin
79379 Müllheim
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